Klinische Erhebungen und Studien belegen, dass eine Kombination aus Einzel- und Gruppentherapie den Heilungsprozess in der Mehrzahl der Fälle beschleunigt und einen langfristigen Behandlungserfolg sichert. Das bestärkt uns in unserem Konzept, neben Einzeltherapien gegebenenfalls Gruppentherapien anzubieten.

In einem ausführlichen Gespräch, der Erstdiagnose, legen wir gemeinsam fest welche Behandlungsform exakt für Ihre Beschwerden geeignet ist. Dabei kann es sein, dass Ihnen Ihr Therapeut zusätzlich zur Einzeltherapie die Teilnahme an einer Gruppentherapie nahe legt.

In der Verhaltenstherapie setzen Sie sich in der Gruppentherapie in erster Linie mit der Krankheit und ihren Symptomen auseinander. Zusätzlich identifizieren Sie für die Krankheit relevante Denk- und Verhaltensmuster. Persönliche und intime Details ihrer persönlichen Krankengeschichte müssen nicht in der Gruppe bearbeitet werden. Manchmal ist jedoch sogar dies in einer Gruppentherapie sehr heilsam. Wenn nötig, geschieht dies jedoch im geschützten und vertraulichen Rahmen der Einzeltherapie.

In der Gruppe erarbeiten Sie ein Verständnis für Ausgangspunkt und Verlauf Ihrer Beschwerden. Ferner erhalten Sie systematische Informationen zur Krankheit und wie sie besser damit umgehen (Psychoedukation). Die Therapeuten vermitteln Ihnen Methoden, die Ihnen helfen die Krankheitssymptome besser zu bewältigen. In der Gruppe trainieren sie diese Kompetenzen lebensnah.

Zusätzlich bietet die Gruppe einen idealen Rahmen um den Umgang mit anderen Menschen zu üben, zu verbessern und Ängste abzubauen. Im „sozialen Kompetenztraining“ vermitteln wir die entsprechenden Kenntnisse und üben spielerisch alternative Verhaltensweisen.

In der kognitiven Verhaltenstherapie gibt es noch diverse andere gruppentherapeutische Methoden (Exposition, Imagination, … ) die zielgerichtet, nach Störungsbild, in der Gruppe praktiziert werden.

Warum Gruppentherapie?

“Der Mensch ist ein Herdentier”. Vielleicht haben Sie diesen Ausdruck schon mal gehört? Wir Menschen sind soziale Wesen und durch zwischenmenschlichen Kontakt können eine Vielzahl positiver und heilsamer Prozesse im Körper angestoßen werden. In der Gruppentherapie bekommen Sie von Ihren Mitmenschen (inklusive der Therapeutin/des Therapeuten!) ganz unmittelbar die Rückmeldung, dass “wir alle als Menschen in einem Boot sitzen”, was das grundsätzliche Erleben von Gedanken, Gefühlen und den Problemen damit angeht.

Die Therapie ist stark lösungsorientiert, im Mittelpunkt steht die Hilfe zur Selbsthilfe. Dabei ist uns wichtig den selbstständigen Alltag des Patienten zu erhalten, wieder herzustellen oder zu erweitern. In der Gruppe analysieren wir krankheitsrelevante Denk- und Verhaltensmuster und entwickeln Strategien, um diese zu ändern. Wir fördern, dass Patienten zu „Experten“ ihrer Krankheit werden – was sich bekanntlich positiv auf den Behandlungserfolg auswirkt. Unterstützt durch die Gruppe versetzen wir die Patienten in der Lage, eigene Ressourcen zu aktivieren und Fähigkeiten aufzubauen, um ein selbstbestimmtes, gesundes Leben zu führen.

Ist Gruppentherapie wirksam?

Klinische Erhebungen und Studien belegen, dass eine Gruppentherapie genauso wirksam ist wie eine Einzeltherapie. Wir bieten in den meisten Fällen eine Kombination aus Einzel- und Gruppentherapie an, da dies den Heilungsprozess in der Mehrzahl der Fälle beschleunigt und einen langfristigen Behandlungserfolg sichert.