T h e r a p i e s c h w e r p u n k t e

Psychosomatische Störungen
Es wird heute nicht mehr in Frage gestellt, dass bei vielen internistischen Erkrankungen sowohl der Lebensstil, als auch seelische Faktoren wesentlich die Erkrankung mit verursachen und Einfluss auf deren Verlauf nehmen. So ist z.B. der Bluthochdruck eine häufige Störung bei Menschen, die sehr ehrgeizig sind und dem entsprechend viel leisten, aber trotzdem nicht den von ihn erwarteten Erfolg und die gesellschaftliche Anerkennung erzielen. Diese Menschen vermeiden oft eine adäquate Auseinandersetzung mit der Blutdruckstörung, gehen nicht zum Arzt oder nehmen ihre Medikamente nicht. Sie sind daher besonders gefährdet, eine der Folgeerkrankungen wie z.B. Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden. Bei Menschen, die unter wiederkehrenden oder chronischen depressiven Episoden leiden, ist die Prognose eines Herzinfarktes ungünstiger als bei psychisch Gesunden. Ähnliche Zusammenhänge haben sich auch für Asthma, entzündliche Darmerkrankungen und entzündliche Gelenkerkrankungen ergeben. Berücksichtigt man bei der Behandlung dieser internistischen Erkrankungen diese psychosomatischen und somatopsychischen Wechselwirkungen, kann man einen Krankheitsverlauf zusätzlich günstig beeinflussen.

 

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