T h e r a p i e s c h w e r p u n k t e

Persönlichkeitsstörungen
Jeder Mensch ist einzigartig. Seine, von vielen Faktoren geprägte Persönlichkeit, macht das Leben reizvoll und interessant. Problematisch wird es für Menschen, wenn deutlich abweichende Denk-, Gefühls- und Verhaltensmuster zu einer Persönlichkeitsstörung führen, die erhebliche psychische, psychosomatische und soziale Folgen hat. Menschen mit einer Persönlichkeitsstörungen beobachten in ihrem Leben überdauernd oder werden von ihrer Umwelt wiederkehrend darauf aufmerksam gemacht, in zwischenmenschlichen Kontaktsituationen oftmals zu extremen, nicht lösungsfördernden Verhaltensweisen zu neigen, die letztendlich die eigene Lebensqualität mindern und ggf. auch die Lebensgrundstimmung entscheidend beeinträchtigen. Es sind damit „Persönlichkeitsstile“ gemeint, die dem Betroffenen einen flexiblen Umgang mit bestimmten Situationen durch ihre Ausprägung nicht mehr erlauben. Ein Beispiel ist der „gewissenhafte Persönlichkeitsstil“, der u.a. mit der Verhaltensgrundneigung verbunden ist, alle (auch die weniger wichtigen) Aufgaben mit 100%iger Korrektheit zu bewältigen und ggf. dieses auch von anderen Menschen (z.B. Kollegen) zu erwarten. Hier droht im Laufe der Zeit u.a. Selbstüberforderung, chronisches Erschöpfungsempfinden und Frustration der sozialen Umwelt. Weitere Persönlichkeitsstile sind der Anhängliche (↔ Dependente), der Selbstbewusste (↔Narzisstische), der Sensible (↔Selbstunsichere), der Sprunghafte und der Dramatische (↔Histrionische).

 

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