T h e r a p i e s c h w e r p u n k t e

Anpassungsstörungen
Anpassungsstörungen umschreiben Zustände von subjektivem Leiden und emotionaler Beeinträchtigung, die die eigene Funktions- und Leistungsfähigkeit im Alltag behindern. Sie können während eines Anpassungsprozesses nach einer entscheidenden Lebensveränderung, nach einem belastenden Lebensereignis oder auch nach schwerer körperlicher Krankheit auftreten. Belastungen können das direkte soziale Umfeld betreffen (z.B. bei einem Trauerfall oder Trennungserlebnis) oder das weitere Umfeld sozialer Unterstützung oder sozialer Werte wie bei Emigration oder nach Flucht. Ob eine entsprechende Belastung eine Anpassungsstörung auslöst, hängt unter Umständen auch von Persönlichkeitsaspekten des Betroffenen ab. Die Anzeichen sind sehr unterschiedlich und umfassen depressive Stimmungen, Angst, Besorgnis, ein Gefühl, unmöglich zurechtzukommen, vorauszuplanen oder in der gegenwärtigen Situation fortfahren zu können, weiterhin eine Einschränkung in der Bewältigung der alltäglichen Routine. Keines der Symptome ist schwer oder markant genug, um eine spezifischer Störung (wie z.B. die einer Depression oder Angststörung) zu diagnostizieren.
 

 

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